Willkommen zum Jazz Dance!

Jazz Dance ist eine zeitgenössische Bühnentanzkunst, die von vielen kulturellen Einflüssen, besonders vom afrikanischen Tanz geprägt ist. So geht auch die Musik, zu der getanzt wird, auf afrikanische Wurzeln zurück - vom Jazz bis zur Popmusik. Jazztanz kann als abendfüllende Choreografie, als Kombination zu einem Musikstück oder als Tanzeinlage im Musical aufgeführt werden. Zwar übernimmt der Jazztanz Trainingsformen, Technik, Schritte, Sprünge, Drehungen aus dem klassischen Ballett. Doch im Gegensatz zu den Ballettformen, die filigran und fließend nach oben streben, die Tänzer auf die Fußspitzen heben, bleibt der Jazztanz eher geerdet, rhythmisch, kommt barfuß oder in fast derben Schuhen, bisweilen eckig und verdreht daher. Typische Bewegungsmerkmale sind weit gespreizte Hände, deren Innenflächen das Publikum wie Scheinwerfer anstrahlen, die Betonung der Bewegungen aus der Hüfte, Isolation von Kopf, Brustkorb, Becken und Gliedmaßen, aufgestellte Hände und angezogene Füße („geflext“) oder häufig parallele Fußstellung mit beispielsweise weitem seitlichem Ausfallschritt bei in Schrittrichtung gedrehtem Oberkörper („getwistet“). Hair, Fame, Flashdance, A Chorus Line oder Mamma Mia! gehören zu den „Klassikern“ unter den Musicals und Tanzfilmen, in denen Jazztanz-Choreografien kraftvoll und mitreißend zum Einsatz kommen.